Description
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Jahresabschluinformationen auf die Wohlfahrt der Kapitalgeber eines Unternehmens. Zunchst geht es hier um die Frage, unter welchen Bedingungen ffentliche Informationen den Investoren am Kapitalmarkt bessere Dispositionen ermglichen. Zudem wird bercksichtigt, inwieweit die Bereitstellung ffentlicher Informationen zu einer Einsparung privater Informationsbeschaffungskosten beitragen kann. Im Rahmen dieser Fragestellung kann ein eindeutiges Urteil ber den volkswirtschaftlichen Wert von Jahresabschluinformationen nur unter sehr speziellen Konstellationen gefllt werden. Die Rechnungslegung liefert natrlich auch Informationen zur Kontrolle der Unternehmensleitung. Der theoretische Bezugsrahmen, in dem die Kontrollfunktion der Rechnungslegung untersucht wird, ist die Principal-Agent-Theorie sowie die Signalling-Theorie. Es zeigt sich, da Rechnungslegungsinformationen im allgemeinen von Vorteil sind. Daneben wird auch gefragt, inwieweit Bilanzierungswahlrechte zulssig sein sollen. Im Gegensatz zu der festgefgten Ansicht, da die Existenz solcher Wahlrechte die Kontrollfunktion der Rechnungslegung beeintrchtige, kommt die Analyse zu dem Ergebnis, da der Verzicht auf enggefate Bilanzierungsvorschriften den Nutzen der Rechnungslegung erhhen kann. Die Arbeit liefert somit einen Beitrag zu der Frage, in welchem Ausma die Rechnungslegung von Unternehmen durch gesetzliche Vorschriften reglementiert bzw. inwieweit dies der Privatautonomie der Beteiligten berlassen werden soll. 1 Einleitung.- 2 Das externe Rechnungswesen als Mittel zur Informationsproduktion.- 2.1 Aufgaben und Funktionen des externen Rechnungswesens.- 2.1.1 Externes Rechnungswesen und die Gestaltung von Marktbeziehungen.- 2.1.2 Informations- und Ausschiittungsbemessungs-funktion des Jahresabschlusses.- 2.2 Regulierung durch Rechnungslegungsvorschriften.- 2.2.1 Informationsinteresse und Schutzbedrftigkeit der Bilanzadressaten.- 2.2.2 Marktversagen als Begrndung fr die Regulierung der Rechnungslegung.- 2.2.3 Vorteilhaftigkeit von Regulierungsmanahmen.- 3. Rechnungslegungsinformationen und Kapitalmarkt.- 3.1 Problemstellung und berblick ber das Kapitel.- 3.2 Kapitalmarkttheoretische und informationstheoretische Grundlagen.- 3.2.1 Das verwendete Kapitalmarktmodell.- 3.2.2 Zur Konzeption eines Informationssystems.- 3.2.3 Zur Bewertung von Informationssystemen.- 3.3 Der gesellschaftliche Wert ffentlicher Informationen.- 3.3.1 Der gesellschaftliche Wert ffentlicher Informationen in einer reinen Tauschwirtschaft.- 3.3.1.1 Marktsystem und Information.- 3.3.1.2 Der Einflu ffentlicher Informationen auf die Allokationseffizienz des Marktes und die Wohlfahrt der Marktteilnehmer.- 3.3.1.3 Kriterien fr den gesellschaftlichen Wert von ffentlichen Informationen.- 3.3.2 Der gesellschaftliche Wert von ffentlichen Informationen in einer Tausch- und Produktionswirtschaft.- 3.4 Der gesellschaftliche Wert ffentlicher Informationen bei asymmetrischem Informationsstand der Kapitalmarktinvestoren.- 3.4.1 Anreize zur privaten Informationsbeschaffung.- 3.4.1.1 Die These von der berproduktion privater Informationen.- 3.4.1.2 Der Informationsgehalt von Preisen.- 3.4.1.3 Private Informationsbeschaffung bei rationalen Erwartungen.- 3.4.2 Auswirkungen der Bereitstellung ffentlicher Informationen auf die private Informationsnachfrage.- 3.4.2.1 Die These von der Substitution privater Informationsbeschaffung durch die Bereitstellung ffentlicher Informationen.- 3.4.2.2 ffentliche Information und Spekulation.- 3.5 Rechnungslegung und asymmetrische Informationsverteilung zwischen Kapitalgebern und Unternehmensleitung.- 3.6 Zusammenfassung und Schlufolgerungen.- 4. Das externe Rechnungswesen als Kontrollinstrument der Kapitalgeber.- 4.1 Problemstellung und berblick ber das Kapitel.- 4.2 Die Principal-Agent-Theorie als Erklrungsansatz fr die Kontrollfunktion des Rechnungswesens.- 4.2.1 Das Grundmodell der Principal-Agent-Theorie.- 4.2.1.1 Nhere Charakterisierung der Principal-Agent-Problematik.- 4.2.1.2 Die Ermittlung der optimalen Anreizfunktion und Eigenschaften der optimalen Lsung.- 4.2.1.3 Ein spezieller Modellansatz zur Principal-Agent- Theorie.- 4.2.1.3.1 Die algebraische Lsung.- 4.2.1.3.2 Die graphische Ableitung der Lsung.- 4.2.2 Erweiterungen des Grundmodells.- 4.2.2.1 Mehrperiodige Principal-Agent-Modelle.- 4.2.2.2 Asymmetrische Informationsverteilung.- 4.3 Die Bewertung von Informationen in Principal-Agent- Modellen.- 4.3.1 Zur Bedeutung von Informationen in Agency-Beziehungen.- 4.3.2 Der Wert von Agency-Informationen.- 4.3.2.1 Bedingungen fr den Wert von Agency-Informationen.- 4.3.2.2 Der Vergleich von Agency-Informationssystemen.- 4.3.2.3 Ein Beispiel zur Informationsbewertung im Agency-Modell.- 4.3.2.4 Ein Anwendungsfall zur Informationsbewertung: Die relative Entlohnung.- 4.3.3 Der Wert von Parameter-Informationen.- 4.4 Periodengerechte Erfolgsermittlung aus der Sicht der Principal-Agent-Theorie.- 4.4.1 Periodengerechte Erfolgsermittlung und Prognose-problematik.- 4.4.2 Die Prognosefunktion des Jahresabschlusses im Rahmen von Principal-Agent-Beziehungen.- 4.4.2.1 Asymmetrische Informationsverteilung und anreizkompatible Informationsbermittlung.- 4.4.2.2 Der Wert von Kommunikation bei Informa-tionsasymmetrie nach Aktionswahl.- 4.4.2.2.1 Darstellung im Rahmen des allgemeinen Modellansatzes.- 4.4.2.2.2. Darstellung im Rahmen eines spezielleren Modellansatzes.- 4.4.2.3 Der Wert von Kommunikation bei Informationsasymmetrie vor Aktionswahl.- 4.4.2.3.1 Problemformulierung im Rahmen des allgemeinen Modellansatzes.- 4.4.2.3.2 Darstellung im Rahmen eines spezielleren Modellansatzes.- 4.5 Agency-Probleme der Fremdfinanzierung.- 4.5.1 Die Finanzierungsbeziehung zwischen Eigentiimern und Kreditgebern als Principal-Agent-Beziehung.- 4.5.2 Interessenkonflikte zwischen Eigen- und Fremd- kapitalgebern.- 4.5.2.1 Durchfhrung einer riskanteren Investitions-politik.- 4.5.2.2 Das Unterinvestitionsproblem.- 4.5.2.3 Erhhung des Verschuldungsgrades.- 4.5.3 Manahmen zur Reduzierung von Interessenkonflikten zwischen Eigen- und Fremdkapitalgebern.- 4.5.3.1 Die Bedeutung von Informationen im Rahmen von Kreditbeziehungen.- 4.5.3.2 Die Bestimmung von Investitionsuntergrenzen bei asymmetrischer Informationsverteilung.- 4.5.3.2.1 Asymmetrische Informationsverteilung vor Kreditaufnahme.- 4.5.3.2.2 Asymmetrische Informationsverteilung nach Kreditaufnahme.- 4.5.3.2.3 Ausschttungsbeschrnkungen als Mindestinvestitionsverpflichtung.- 4.5.3.2.4 Bilanzierungswahlrechte und Handlungsrestriktionen.- 4.5.3.3 Die Bedeutung von Kndigungsrechten im Rahmen von Kreditbeziehungen.- 4.6 Konsequenzen aus der Principal-Agent-Theorie fr die Gestaltung der Rechnungslegung.- 5. Zusammenfaasung und Schluflfolgerungen.- Anhnge.- A.3.1 Portefeuilleoptimierung bei Nutzenfunktionen der HARA- Klasse.- A.3.2 Zur Herleitung von “Consensus Beliefs”.- A.3.3 Zur Ermittlung des Sicherheitsquivalents einer normalverteilten Zufallsvariablen bei exponentiellen Nutzenfunktionen.- A.3.4 Zur Ermittlung des Nutzenerwartungswertes bei einer normalverteilten Zufallsvariablen und exponentieller Nutzenfunktion.- A.3.5 Zur Ermittlung des Nutzenerwartungswertes bei biva- riat- normalverteilten Zufallsvariablen und exponen tieller Nutzenfunktion.- A.4.1 Zur Variationsrechnung.- A.4.2 Die Bestimmung der optimalen Entlohnungsfunktion bei Informationsasymmetrie nach Aktionswahl.- A.4.3 Der Wert von Kommunikation bei Informations asymmetrie nach Aktionswahl.- A.4.4 Die Bestimmung der optimalen Entlohnungsfunktion bei Informationsasymmetrie vor Aktionswahl.- Literaturverzeichnls.- Im Literaturverzeichnls verwendete Abkrzungen fr Zeitschriftentitel.




