Description
Akademische Arbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich BWL – Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,0, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nurnberg, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit geht es um die Ansatzkriterien fur die Ruckstellung in der Handels- und Steuerbilanz. Hierbei geht es im Handelsrecht insbesondere um die handelsrechtlichen Arten von Ruckstellungen, die Verbindlichkeitsruckstellungen und die Aufwandsruckstellungen. Im Steuerrecht geht es um das Massgeblichkeitsprinzip und die steuerlichen Sonderregelungen. Der Begriff der Ruckstellung fand bis zur Aktienrechtsnovelle von 1931 weder im Handelsgesetzbuch noch in den fur Aktiengesellschaften geltenden Bilanzierungsvorschriften gesetzliche Erwahnung. Trotz der fehlenden gesetzlichen Grundlage stellten Unternehmen schon vor 1929 Ruckstellungen in ihre Bilanzen ein. Entgegen der Intention des Gesetzgebers wurden dabei haufig diese Ruckstellungen zusammen mit den bereits zulassigen Rucklagen unter dem Posten Reserven ausgewiesen. Im Laufe der Zeit waren der Ansatz und die Bewertung von Ruckstellungen Gegenstand zahlreicher AEnderungen: Vom Aktiengesetz 1937 uber das Aktiengesetz 1965, die Umsetzung der 4. EG Richtlinie durch das Bilanzrichtliniengesetz 1985 bis hin zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz 2009 (BilMoG). Ruckstellungen gehoeren auch heute zu den bedeutendsten Bilanzposten und sind ein zentraler Bestandteil des handelsrechtlichen Jahresabschlusses. Dies belegt der rein quantitative Umfang, die ihnen innewohnenden bilanzpolitischen Moeglichkeiten und die umfangreiche Rechtsprechung zu ihrem Ansatz und ihrer Bewertung. Aus diesen Grunden sind sie ein bestandiges Thema bei Betriebsprufungen und koennen wohl als Ewigkeitsproblem des Bilanzrechts gesehen werden.




