Description
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich BWL – Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 2,3, Friedrich-Schiller-Universitt Jena, 20 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In den letzten Jahrzehnten hat sich in vielen entwickelten Volkswirtschaften ein Wandel von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft vollzogen. Damit einhergehend verschob sich auch die Bedeutung von physischen, produktiven Unternehmenswerten zugunsten von nicht greifbaren und nicht monetren Werten wie Marken, Humankapital und Innovationsfhigkeit. Einen berblick ber die Vielzahl dieser immateriellen Werte gibt der Vorschlag zur Kategorisierung und Erfassung immaterieller Werte der Schmalenbach-Gesellschaft fr Betriebswirtschaft, indem sie die Aufteilung in ver-schiedene Kategorien vornimmt. Der zunehmende Einfluss dieser immateriellen Vermgenswerte als wichtige Werttreiber im Unternehmen, spiegelt sich jedoch in den meisten Rechnungslegungssystemen noch nicht ausreichend wider. Meist drfen selbsterstellte immaterielle Werte in der Bilanz nicht aktiviert werden, weil ein zuknftiger Nutzen nicht oder nicht ausreichend sicher quantifizierbar ist. In diesem Zusammenhang spricht man bei einer engen Auslegung des Vorsichtsprinzips auch von Konservatismus. Es lassen sich zwei Formen der konservativen Bilanzierung unterscheiden: ex ante und ex post Conservatism. Ex ante Conservatism verlangt fr die Bilanzierung von Verpflichtungen einen geringeren Wahrscheinlichkeitsgrad als fr die Bilanzierung von Vermgen. Daraus resultiert eine dauerhafte Unterbewertung des Unternehmens. Ex post Conservatism hingegen bezieht sich auf die Ansetzung von Verlusten, sobald sie absehbar sind und die Ansetzung von Gewinnen erst dann, wenn sie realisiert sind. Betreibt ein Unternehmen eine konservative Bilanzierungspolitik, so stellt sich dies insbesondere fr die, mit groen Unsicherheiten behafteten, immateriellen Vermgenswerten wegen der unzureichenden Erfassung als problematisch fr die Prognose der Finanzanalysten dar. Ausgaben fr F&E beispielsweise knnen als wesentliche Erfolgsfaktoren der Unternehmen in der Zukunft Gewinne generieren, drfen aber unter konservativer Bilanzierung hufig nicht aktiviert werden. Nutzen Analysten nun, die um F&E-Ausgaben reduzierten Gewinne des Geschftsjahres, um diese in die Zukunft zu extrapolieren, bauen sie ihre Prognose auf einer verzerrten Basis auf, da sie sich auf bilanzpolitisch beeinflusste Angaben des Jahresabschlusses der Unternehmen beziehen.




