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Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich BWL – Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 2,7, Philipps-Universitt Marburg (Betriebswirtschaftliche Steuerlehre), Sprache: Deutsch, Abstract: Die zunehmende Europisierung und Globalisierung sorgt dafr, dass Mrkte immer enger zusammenwachsen. Dies wirkt sich auch auf Unternehmen aus, die ihre Strukturen und Wirtschaftsttigkeiten strker international ausrichten, um weitere Absatzmrkte zu erschlieen oder Standortvorteile gegenber dem Heimatstaat zu nutzen. Insbesondere bei Konzernen mit auslndischen Tochtergesellschaften oder multinationalen Unternehmen (MNU) kommt es dabei auch zu Nachteilen, die aus der Beachtung der jeweiligen (verschiedenen) institutionellen Rahmenbedingungen resultieren. Gerade im Bereich der Unternehmensbesteuerung fhren die Heterogenitt und das Nebeneinander von derzeit 27 Steuersystemen innerhalb der Europischen Union (EU) zu steuerlichen Hindernissen. Dies schrnkt die Wettbewerbsfhigkeit von EUUnternehmen ein. Es kommt ferner zu hohen steuerlichen Befolgungskosten und administrativem Aufwand. Im gleichen Zug ist fr grenzberschreitend ttige Unternehmen das Thema Verrechnungspreise von besonderer Bedeutung, da sie aufgrund der Gestaltungsmglichkeiten oft der ungerechtfertigten Gewinnverlagerung in niedrig besteuerndes Ausland beschuldigt werden. Daher gibt es von Seiten der EU seit einigen Jahren das Bestreben, diese Hindernisse und Problematiken durch eine Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung mglichst umfassend zu beseitigen. In einer Studie aus dem Jahr 2001 unterbreitet die Europische Kommission erstmals Vorschlge, wie einzelne Behinderungen beseitigt werden knnen, macht aber auch Vorschlge zur Besteuerung von EU-weit agierenden Unternehmen. Es wird insbesondere die Schaffung einer konsolidierten Krperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage in Erwgung gezogen, wobei die Unternehmen ihren Gewinn nach einheitlichen Rechnungslegungsvorschriften ermitteln sollen,die Einzelergebnisse konsolidiert werden und der Gesamtgewinn mit Hilfe einer Formel auf die Konzernglieder in den jeweiligen Mitgliedstaaten verteilt wird.5 Durch diese Form der Gewinnaufteilung soll die bestehende Verrechnungspreisproblematik beseitigt oder zumindest abgemildert werden.




