Description
Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL – Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universitt Bamberg (Lehrstuhl fr Steuerrecht), 120 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit befasst sich ausschlielich mit der Zinsschranke. Allgemein gesprochen besagt diese Regelung, dass Zinsaufwendungen eines Betriebes nur in Hhe der Zinsertrge abgezogen werden drfen, darber hinaus nur bis zu 30 % des steuerlichen EBITDA. Ziel der Arbeit ist es, diese Regelung umfassend darzustellen, auf die Problembereiche und die Komplexitt aufmerksam zu machen sowie an geeigneten Stellen Verbesserungsvorschlge oder Gestaltungsberlegungen anzubringen. Problematisch hinsichtlich dieser Regelung sind vor allem die Begriffe “Betrieb” und “steuerliches EBITDA” sowie die Tatsache, dass auch normale Bankdarlehen unter die Zinsschrankenregelung fallen. Als Einstieg wird zunchst ein kurzer berblick ber die Regelung gegeben. Dieser Teil schliet mit einer grafischen Darstellung der Prfungsreihenfolge ber die Anwendung der Zinsschranke oder der vollen Abzugsfhigkeit des Zinsaufwandes. Die zwei darauf folgenden Kapitel stellen die Regelung bei Kapitalgesellschaften und bei Konzernen dar. Diese Unterscheidung ist notwendig, da eine der drei Ausnahmen von der Zinsschranke auf einen Konzernbegriff abstellt. Demzufolge ist die Zinsschranke nicht bei nicht konzernzugehrigen Betrieben anzuwenden. In diesen zwei Kapiteln werden jedoch auch die Rckfallklauseln, welche in 8 a KStG ver-ankert sind, diskutiert. Greifen diese kann die Zinsschranke unter den in der Arbeit erluterten Voraussetzungen auch bei nicht konzerngebundenen Unternehmen und auch bei Konzernen, welche durch den erfolgreichen Eigenkapitalescape ( 4 h Abs. 2 Satz 1 lit. c EStG) eigentlich nicht unter die Zinsschranke fallen, anzuwenden sein. Neben diesen umfassenden Darstellungen wird im weiteren Verlauf der Arbeit auf Sonderaspekte der Zinsschranke bei Personengesellschaften und Organschaften eingegangen. Bevor eine abschlieende Wrdigung der Zinsschranke getroffen werden kann, ist noch die steuersystematische Untersuchung dieser Regelung vorzunehmen. Die Zinsschranke verstt neben der Niederlassungsfreiheit, auch gegen die Kapitalverkehrsfreiheit sowie gegen Vlkerrecht und das das deutsche Steuersystem beherrschende Leistungsfhigkeitsprinzip. Im Ergebnis dieser Arbeit zeigt sich, dass die deutsche Regelung der Zinsschranke die Hrteste im internationalen Vergleich ist. Sie fordert von den betroffenen Unternehmen ein hohes Ma an zustzlichem administrativen Aufwand und verlangt gegebenenfalls sogar eine Substanzbesteuerung.




